Der Autor singt:
Wir Menschen, wir haum Stoffwechselprobleme,
für die a bisserl Zeit ich mir jetzt nehme.
Die Rede is net von den Eingeweiden
und dem wôs dôat entstehen kaunn aun Leiden.
Mir geht es nämlich mehr um s Produzieren:
Wôs dabei wir verbrauchen und ôbführen.
I hätt dô maunch an Wunsch dazu, an frommen,
ôber zur Rezession derf s hôjt net kommen.
Ma muaß die Gschichte neu perjodisieren,
danôch, seit waumma s wissen und auch spüren:
Ma derf diesen Planeten nicht versauen
und darauf, dass scho nix passiert vertrauen!
Doch wer a Hunderl hôt in diesem Rennen,
der weigert si, Tatsachen zu erkennen.
Natürlich ghörat etwôs unternommen,
ôber der Wirtschôft muss es gut bekommen.
Des Ferkeln is unschujdig nimmer möglich,
nôch dem, was wir erfôahrn inzwischen täglich.
Drum offen schujdig schweinigeln sie weiter,
und die die Wő(l)t regiern wern aa net gscheiter.
Wer konsumiert und ôa(r)beit‘, hängt mit drinnen:
Wôs sojj der Kohle-Kumpel jetzt beginnen?
Drum derf – wird wirklich etwôs unternommen –
der Wirtschôftsschtaundôat keinesfôjjs verkommen.
Sőbst wenn scho kane Menschen nimmer leben,
Zum Trost wird es den Wirtschôftsschtaundoat geben!
Am besten schrei(b)ma n in unsre Verfôssung,
daunn gibt s zur Umkehr keine Veraunlôssung.
Wenn s heiß in Wien wird, tu ma Wasser sprü(h)en,
drum tuat s net so wie in Australjen glü(h)en.
So wurschtel ma a bisserl jetzt no weiter,
gehn in die Endzeit ôbgekühlt und heiter!
Und Schluss.
Für den „Klima-Nowak“ habe ich mir die Melodie von Hugo Wieners1 Chanson „Der Nowak lässt mich nicht verkommen“ ausgeborgt, das aus dem Jahr 1954 stammt. Seinen Erfolg verdankt das Lied nicht zuletzt der Interpretation durch Wieners Ehefrau Cissy Kraner2. Wenn Sie also meinen Klima-Nowak singen, dann wär’s nicht schlecht, wenn Sie sich zuerst den Cissy Kraner-Nowak anhörten.
Sein Text handelt von den selbstzerstörerischen Neigungen einer Dame, die durch ihren Partner – und das ist eben ein gewisser Nowak – daran gehindert wird, diese auszuleben. Der Klima-Nowak handelt von den selbstzerstörerischen Neigungen unserer Spezies, der aber leider kein himmlischer Ober-Nowak in den Arm fällt.
Letzterer hat schon geraume Zeit nicht mehr in unsere Geschichte eingegriffen. Hin und wieder schickt er noch seine Mutter, aber die plaudert dann auch nur ein bisserl mit ein paar portugiesischen Hirtenkindern oder schenkt einem armen Kerl in Mexico City ein Bild von sich. Kriege und Klimakrise kratzen da oben anscheinend niemanden.
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