Gestern ( 2. Okt. 24) hab‘ ich eine Mail von Judith (Püringer) und Peter (Kraus) von den Wiener Grünen bekommen, in der sie unter anderem versprechen, weiter gegen Rechts zu kämpfen, und mich fragen, ob ich das Reel schon kenne. Ich kenne es nicht. Was ist ein Reel? Das Internet sagt mir, dass „Reel“ irgendwas mit Instagramm zu tun hat und eine Art Reaktion auf irgendwas in TikTok sein soll. Aha. Ich hab‘ dann nicht mehr weitergeforscht. Jedenfalls soll heute schon in Form einer Donnerstagsdemo der „Kampf gegen Rechts“ aufgenommen werden.
Wenn sie dir schon so nett schreiben, hab‘ ich mir gedacht, solltest du auch antworten.
Liebe Judith, lieber Peter!
Gegen Rechts kämpfen ist gut! Aber ist das jetzt „einmal-in-der-Woche-unter-Polizeibegleitung-durch-Wien-hatschen“? Das kenn‘ ich noch aus der Wolferl-und-Karl-Heinz-Ära:
Der Wolferl und seine Leute haben ihre Amtsräume über irgendwelche unterirdischen Schleichwege beziehen müssen, weil so viele Menschen auf der Straße waren, die womöglich alle ein Autogramm haben hätten wollen, und da wär ja kein Weiterkommen gewesen. Womöglich hätten wir dann nicht so schnell den schönen teuren Eurofighter und das viele Private statt dem leidigen Staatlichen bekommen. … Jedenfalls sind wir eine Weile jeden Donnerstag durch Wien gewandert und dabei interessanten Leuten begegnet, wie zum Beispiel jener geifernden Alten, deren leidenschaftlicher Kommentar eine Zeit lang auf Youtube zu bewundern war: „ES OOAAASCHLÄCHA!“
Jetzt bin ich schon ein bisserl zu müd‘ für’s Hatschen, aber geht’s ihr nur! Ihr seid’s ja noch jung! Ist sicher besser als nichts. Nur – „Kampf“ ist halt gar ein starkes Wort. …
Ich wünschert mir, jemand würd‘ jetzt ein bisserl „den Anfängen wehren“ oder wenigstens erklären, wie genau das geht (wenn man selber den Boden der Verfassung nicht unter den Füßen verlieren möchte); denn das sind doch jetzt die „Anfänge“, oder?
Gedankenschwer, euer
Rudi
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