
Der Autor liest:
Zuerst das Tröstliche und dann das Schlimme:
Der zum Austro-Orbán fast schon G‘salbte …
ungefähr nur jeder viereinhalbte
Wähler schenkte ihm auch seine Stimme.
NIEMALS NICHT MIT KICKL-BLAU!
Doch da und dorten hörlt’s1 schon
(der Steirer2 pfeift den gleichen Ton).
Mit Blau geht gut Sozialabbau!
Lasst sie mim Stacheldraht ruhjg spielen
und ihren feuchten Traum auskosten
von Österreich als Mark im Osten,
nach Russland und nach Ungarn schielen …
Wir machen derweil Wirtschaftspolitik,
ungestört, so gut wie ganz alleine.
Schwierigkeiten macht der Kickl keine:
Die Wirtschaft hat er nicht im Grenzlandblick!
Soll er den Volkeskanzler machen,
lasst ihn an seinen Träumen scheitern
wie mit den Polizistenreitern,
Entwurmungsmitteln und so Sachen.
Doch vorerst heißt’s einmal SONDIEREN,
mit den drei anderen Nicht-Blauen,
als wollt‘ ma uns die Chance verbauen,
von rechts mit Rechten zu regieren.
Und drum son, son, dier, dier, sondier!
Zumindest bis die Steirer wählen
müss ma uns mit den Roten quälen.
Die treiben’s dann zu weit, NICHT WIR! …
DANN wird‘s aber eine Hochzeit geben
wie die von Gamlitz3 weiland mit dem Knicks!
Weit besser ist der Vize noch als nix,
Putin-Freundes Braut wird Karli4 eben.
Was bleibt ihm übrig, wenn nichts and’res geht?
Die WOLLTEN sich nicht mit uns einigen!
Tut’s drum den Karli nicht gleich steinigen,
schließt’sn lieber ein ins Nachtgebet.
- Hörl warnt ÖVP vor „unnötigen Kompromissen“ – news.ORF.at ↩︎
- Regierungsauftrag stößt auf steirische Kritik – steiermark.ORF.at ↩︎
- Bilder von Kneissl-Knicks vor Putin gingen um die Welt | DiePresse.com ↩︎
- Gemeint ist Karl Nehammer, zur Zeit der Niederschrift dieses Gedichts noch Bundeskanzler einer schwürkis-grünen Koalitionsregierung. ↩︎

Einem Auftrag des Bundespräsidenten entsprechend führt Karl Nehammer nun nach geschlagener Nationalratswahl 2024 „Sondierungsgespräche“ mit den Vertretern aller anderen Parteien außer den freiheitlichen Wahlsiegern. Sie fragen sich wahrscheinlich ebenso wie ich, ob man sich das Ergebnis der Gespräche, wie es meiner Vorahnung entspricht, nicht vielleicht sogar herbeiwünschen sollte, weil sonst die Anfänge, denen es zu wehren gilt, sich nach der nächsten Wahl womöglich auf 40 Prozent der Wählerstimmen stützen können.
Hinterlasse einen Kommentar