Der Autor liest:
… mit meinen (in die Form eines schönen Gedichts gegossenen) Vorahnungen.
Und jetzt ist es amtlich: Die ÖVP macht sich bloß einen Karl mit uns (dem Wahlvolk). Im Wienerischen bedeutet das: Sie treibt ihren Schabernack mit uns (dem Wahlvolk). Nach drei Monaten ausgedehnten Son‑son‑son‑sondierens und Ver‑ver‑ver‑verhandelns blüht uns – welch eine Überraschung! – erst recht Blauschwarz – ohne den Nehammer Karl halt.
Hut ab übrigens dafür, dass er geht und nicht einknickst (sic!), um im Geschäft zu bleiben und – das wär‘ der Preis gewesen – letztlich doch „Putin-Freundes Braut“ zu werden.1 Das muss jetzt ein anderer ÖVP-Karl übernehmen oder eine Karoline2. So flexibel3 wie der Stocker sollte der oder die halt sein. 4
Dank der gesetzlichen Vorkehrungen, welche die Schwarzen unter der Mittäterschaft der Grünen puncto Handyauswertung noch schnell getroffen haben, gehen wir, die Mehrheit an armen Schweinen, die den Kickl nicht gewählt haben, diesmal wohl über die volle Distanz der Legislaturperiode mit Blauschwarz, weil die unvermeidlichen Unsäglichkeiten und Sauereien nicht mehr so schnell auffliegen werden wie mittlerweile schon gewohnt.
Interessant auch, dass sich manche in der ÖVP vorstellen können, den dings wieder zurückzuholen … na, die BlauschWarze mit dem kurzen Namen …
In der Haut des Bundespräsidenten möchte ich dieser Tage (und eigentlich auch sonst) nicht stecken: Wird er ganz finster dreinschauen müssen, wenn er den Kickl angelobt, womöglich noch finsterer als der Klestil weiland, als der im Februar 2000 den Schüssel vereidigt hat; er riskiert damit, so wie Klestil von irgendeinem FPÖ-Vordenker „Hump oder Dump“5 genannt zu werden. Aber was soll oder kann der HBP denn sonst tun? Und wie sollen er oder wir „den Anfängen wehren“, wenn er oder wir den Boden unserer Verfassung und Rechtsordnung nicht verlassen wollen? Wir sind jetzt wohl in der kritischen Phase, von der künftige Historiker vielleicht sagen werden: „Damals, ja damals hätte man noch etwas tun können …“
Ich gingert deshalb – obwohl’s so kalt ist – auf die Demo auf dem Ballhausplatz heute (Dreikönigstag 2025), wenn ich nicht … naja – Alter, Gesundheitszustand etc. …
Da das Neue Jahr kaum noch vom alten abgenabelt ist, scheint es mir angebracht, einen Neujahrswunsch an die werte Leserschaft zu richten:
„I winsch Ihna a neix Jôahr!“
Denn, so wie sich 2025 anlässt, ist es zum Schmeißen (mit und ohne M) …
- Zitat aus meinem schönen Gedicht „Vorahnung“ und Anspielung auf den legendären Kneissl-Hochzeitsschwank von Gamlitz (2018). ↩︎
- Karoline Edtstadler, Verfassungsministerin unter Schwarzgrün und … wer weiß? ↩︎
- Euphemismus, der; laut Duden ein beschönigendes Wort, Hüllwort, z. B. „einschlafen“ für „sterben“ oder „freisetzen“ für „entlassen“. ↩︎
- Christian Stocker, ÖVP-Funktionär, seit 5. Jänner innerparteilicher Ersatz-Karl. ↩︎
- Der nunmehrige FPÖ-Ehrenvorsitzende „Tortel“ Hilmar Kabas bezeichnete BP Klestil seiner eigenen Erinnerung zufolge nicht als „Lump“, sondern als „Hump oder Dump“.
„Tortel“ ist übrigens kein Buchstabendreher, sondern der Fachausdruck, mit dem man jemanden bezeichnet, der einer „Tortur“ unterzogen worden ist, dem also jemand vor laufender Kamera eine Torte ins Gesicht gedrückt hat. ↩︎
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