Der Autor liest (und singt):

Vuar ana Wäu hôb i ma Regensburg aungschaut, und dô wôar i natirlich a in Dom. – Ôllahaund, sôg i da, déa kaunn mit unsara Schtefanskirchn ohne weiteres mithôjdn! Nur da Turm is hôjt a bissl kiaza.

In iagndana Éckn wôa grôd wôs los – a Méss oda sowôs. Und wôs da Pfôara grédt hôt, dés hôt da Hall vawischt, sodass bei mia nua weitgehend sinnfreie Schôjjwőn au(n)kumma san. Dés hôt ôwa in dén Ambiente guat passt und si au(n)ghéat wia „hailigebenedaidaidaigebenedai“ . Ma hôt si vojj auf dé mystische Schtimmung konzentrian kénna, und da Inhôjt von dem wôs grédt wuan is, hôt an net ôbgelenkt. Nau, prompt is a dé Muse dahéakumma, hôt mar an Schmôtz auffedruckt und mi aun an ôjdn Schlôga erinnert, dés „Café Oriental“, wo s in Refräu aa ôllawäu „daidaidaidai-dai-daidai“ haßt. Dés hôt ma natirlich ka Ruah lôssn, bis i an neichn Text zu dén Liad beinaundaghôbt hôb.

I hôb aa a bissl reschéaschiat und aussagriagt, dass s bei dé Katholikn drei häuliche Fraungeschtôjtn gibt, dé wôs ôjs „gebenedeit unter den Weibern“ gőtn. Hôst scho amôj in dé Biwe einegschaut, wia s do zuagäht? Nau frage nicht! Und in dén gaunzn griegerischn Duachanaunda hôt si amôj a gschlôgana Kana‘anita-General in des Zőt von aner gewissn Jaël geflüchtet. Déra hôt dés ôwa net passt, und sie hôt dén Typm sein Schä(d)l mit an Zőtpflock aum Boden au(n)gnôglt, wia ra no gschlôfm hôt. Dén hôt ôwa vuaher ihr Mau ôjs Gôst aufgnumma. Bei uns gehst heite fia sowôs ins Héfm, däd i sông. Ôwa daumôjs hôst da damit aunscheinend des Prädikat „gebenedeit unter den Weibern“ vadiena kénna.

Dé näxte „Gebenedeite“ is die Judith, die jô bekaunntlich den Holofernes gmaxlt hôt, und aa a bissl so auf dé Hinterfotzige. Dé dritte is dé Heilige Jungfrau. Dé wiad aum Ende aller Tage aa a Maunnsbüd zur Schtrecke bringa, und zwôa in Teife. Dés wiad no a Zeitl dauern, ôwa „gebenedeit“ is s scho seit sie ihr Muata von ian Vôtan unbefleckt empfaunga hôt. Dés haßt, sie is a net von da Éabsünde au(n)pôtzt; dés hôt nämlich da Pôpst Pius da Neinte ôchzenhundatfierafuffzig aussagriagt und daunn glei a in Dogma von da „unbefleckten Empfängnis“ verlautbôat.

So, jetzt hôst ausreichend Infoamazjon, dass d mit mein Text mitkumma kaunnst. Ôjso huach zua:

CAFÉ ORIENTAL

Dreie wojj ma feiern heit ôjs „gebenedeit“,
ge-ge-ge-gebenedeit unter d Weiberleit!

Kam ein Mann in ein Lokal, das Café Orjental,
weil er Schutz suchte einmal im Café Orjental,
doch dés passt der Jaël net, und sie treibt ihm an Pfahl
in sein Hirn so weit s nur geht im Café Orjental.

Gfähr-lich san dé Fraun, dé wôs san „gebenedeit“,
ge-ge-ge-gebenedeit unter d Weiberleit!

Judith wôa besonders schön, im Café Orjental;
um den Holofern wôa s gschehn im Café Orjental;
Judith kocht si den Herrn ei(n), und jetzt wird es brutal,
weil gleich wird er n Kopf los sei(n) im Café Orjental.

Und wäu s an hamdraht hôt heit, is s „gebenedeit“,
ge-ge-ge-gebenedeit unter d Weiberleit!

Und nôch aner Amour fou im Café Orjental
fragt Maria sich: „Und nu?“ im Café Orjental.
Und wie s weidageht, wisst s äh: Gradezu triumphal
mit dem Heiligen Geist-Schmäh im Café Orjental!
Die Ôat von „gebenedeit“ schôfft kaum ane heit,
ge-ge-ge-gebenedeit unter d Weiberleit!


Entdecke mehr von Gschichtl

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar